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Geplante Obsoleszenz - Rechtsanwalt Kevin Kienert

Geplante Obsoleszenz ist die beabsichtigte Verkürzung der Lebensdauer von Produkten!

Mit einer geplanten Obsoleszenz wird eine Produktstrategie bezeichnet, bei der Erzeugnisse vom Hersteller mit einer definierten und gegenüber üblichen Produkten kürzeren Lebensdauer auf den Markt gebracht werden. Daneben werden viele Produkte so hergestellt, dass man diese nicht allein reparieren oderEinzelteile austauschen kann und Ersatzteile nicht oder nur überteuert angeboten werden. Es ist das Ziel, dass das Produkt schneller fehlerhaft wird und nur noch eingeschränkt oder gar nicht genutzt werden kann, um so einen Neukauf zu veranlassen.

Viele unserer Alltagsgegenstände – vom Auto über das Smartphone bis hin zu Maschinen – lassen sich nicht oder ausschließlich durch den Hersteller reparieren.

Konsumentenschützer und Interessensvereinigungen machen gegen diesen Trend sowie gegen die bewusste Verkürzung der Lebensdauer von Produkten mobil. Das Europäische Parlaent forderte dazu auf, reparierbare Produkte zu fördern.

Seit 2015 ist in Frankreich das absichtliche Verkürzen der Lebensdauer von Produkten eine Straftat, die mit bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden kann. Am 24. November 2017 eröffnete mit der Staatsanwaltschaft Nanterre zum ersten Mal eine französische Behörde ein Vorermittlungsverfahren wegen Verdachts auf den neuen Straftatbestand. Gegenstand der von der Verbraucherorganisation HOP (Halte à l'obsolescence programmée, deutsch Stopp der geplanten Obsoleszenz) erstatteten Strafanzeige waren Druckerpatronen des Unternehmens Epson.

Im Dezember 2017 berichteten mehrere Medien, dass das Technikunternehmen Apple die CPU-Leistung von älteren Smartphones systematisch senke. In den USA wurden auf Apples Verlautbarung hin zwei Sammelklagen gegen das Unternehmen eingereicht, unter anderem mit dem Vorwurf, Apple wolle seine Kunden durch Desinformation dazu bringen, ihre iPhones durch neue Geräte zu ersetzen, obwohl ein Austausch der Batterie zur Verbesserung der Leistung ausreiche.Auch in Frankreich und Italien wurden entsprechende Verfahren eingeleitet.

In Deutschland ist leider noch nicht abzusehen, wann die Betroffenen unterstützt werden. Bisher sind Sie hier allein gelassen und müssen ensprechende Erstschritte selbständig einleiten.